Ivonne: Stress und Stillstand?

Wesentlich leichter bin ich heute – zu Beginn von Woche 16 – leider nicht. Ich sitze in meiner Kajüte und blicke auf die See. Am Horizont kann ich den Hafen schon ausmachen, in den wir eigentlich heute einlaufen sollten. „Hafen 95 kg“. Die Sonne scheint, das Wasser ist ruhig und sieht aus wie ein Spiegelglas. Aber seit ein paar Tagen hab ich das Gefühl, als verlieren wir zusehens an Fahrt… Aber vielleicht empfinde ich es auch nur so. Gerade ist in meinem Leben alles etwas stressig. Nicht negativ gesehen. Es ist positiver Stress. Den brauche ich auch – aber in Maßen. Nicht in Massen so wie gerade eben. Alles knubbelt sich..

Heeeeeyyyyy – welcher „Idiot“ hat denn jetzt bei voller Fahrt, mitten im Ozean den Anker ausgeworfen??? Was für ein Schwachsinn! Ich gehe an Deck und läute die Schiffsglocke. SOFORT sollen sich alle hier versammeln und mir diesen unnötigen STOP – den ich als Kapitänin nicht angeordnet habe – erklären. Mein erster Offizier sagt mir, das wir auf eine Sandbank aufgelaufen sind. Ich verstehe nur noch Bahnhof. So nah am Festland sind wir doch gar nicht. Der Umriss der Insel wird seit Tagen nicht deutlicher. Was ist passiert??? Meine ganze Mannschaft schaut mich an. Langsam aber sicher verstehe ich, was meine Crew mir sagen will. Ich befinde mich auf einem Gewichtsplateau.

Aber warum??? Wer oder was ist „schuld“ daran? Nach langem Überlegen, Hin- und Herdenken, Grübeln – komme ich immer wieder zu dem Ergebnis, dass ich mich selbst auf diese Sandbank katapultiert habe. Die letzten 3 Wochen waren einfach viel zu stressig. Viel zuviel Arbeit und zu viele Verpflichtungen. Weniger meine Arbeit auf den Wochenmärkten. Ich betreibe nebenbei ein Nagelstudio. Das ist meine Leidenschaft und auch Freizeitvergnügen. Aber auch KEIN Zeitfresser. Zusätzlich habe ich noch einige Aufgaben übernommen, die ich auch wahnsinnig gerne mache. Aber es sind zu viele Sachen die ich in der entsprechend kurzen Zeit in einen 24-Stunden-Tag packen kann.

Und jetzt passiert mein erster Fehler in der Stressphase. Meine Priorität liegt seit Beginn meiner Sanguinum-Stoffwechselkur bei meiner Sanguinum-Stoffwechselkur und allem, was damit verbunden ist. Oberstes Gebot ist, auf mich selbst und auf meine Ernährung zu achten. Das Essen und Trinken hab ich in den ersten Tagen der Hetzerei noch gut im Griff. Heute sollte noch dieses und jenes fertig werden. Also arbeite ich bis spät abends und stehe nach 3 Stunden Schlaf wieder fit in der Küche und koche mir einen Tee. Walken muss heute ausfallen – ich habe noch so viel zu erledigen…

Das ist der zweite Fehler, den ich begangen habe. Bewegung ist gut für die Fettverbrennung. Aber für mich auch enorm wichtig, um mich zu entspannen und runter zu kommen. Die nächsten Tage sehen ähnlich aus. Viel zu wenig Schlaf. 3 maximal 4 Stunden pro Nacht. Mein moderates Sportprogramm ruht inzwischen komplett. Ich habe noch so viel zu erledigen… Jetzt nehme ich mir auch immer weniger Zeit um sanguinumtaugliche Mahlzeiten zuzubereiten. Ich habe noch so viel zu erledigen… Manche Mahlzeiten fallen komplett aus und „unbewusst“ greife ich doch hin und wieder zu den falschen Lebensmitteln. Es gibt keinen Tag mehr, an dem ich es schaffe, meine 2,5 Liter Flüssigkeit zu mir zu nehmen. Nicht weil es ein Problem wäre, die empfohlene Tagesmenge zu trinken. Selbst dafür fehlt die Zeit. Ich habe einfach noch so viel zu erledigen… wollte schon viel weiter sein. Ich schaffe es nicht mehr, meine Termine für die Behandlung einzuplanen. Gerate dadurch in negativen Stress, weil ich es doch unbedingt einbauen möchte und nach wie vor als enorm wichtig empfinde. Fühle mich gehetzt und erkenne, keine Zeit mehr für die wichtigste Sache zu haben. Für MICH SELBST. Denn ich habe noch so viel zu erledigen…Nach wie vor wachse ich an den Aufgaben. Sie bereiten mir sehr viel Freude, fördern meine Kreativität aber ich verzettele mich auch immer mehr in Kleinigkeiten. Alles raubt mir meine ganze Zeit und Energie für die momentan allerwichtigste Sache in meinem Leben – meine Sanguinum-Stoffwechselkur.

Mein Gewicht auf der Waage bleibt im Durchschnitt immer gleich. Heute paar Hundert Gramm mehr, dann wieder paar Hundert Gramm weniger. Aber ich habe derzeit wieder enorme Wassereinlagerungen. Von Montag auf Freitag etwas mehr als 8 Kilogramm. Zu meinem Stresslevel kommt hinzu, dass ich mich aufgrund der Wassermassen mehr und mehr unwohl fühle. Es nervt mich total, keine Zeit für mich zu haben. Keine Zeit zum essen. Keine Zeit zum Sport. Und keine Zeit zum Luft holen und entspannen. Mein Cortisolspiegel geht momentan sicherlich durch die Decke und legt alles lahm. Aber außer mir selbst hat das keiner zu verantworten. Ich muss einfach der Tatsache ins Auge blicken, dass ich nicht nur ein Zucker-Junkie sondern auch irgendwie ein Workaholic bin. Eine sehr explosive Kombination wie ich finde. Leute die mich kennen, wissen was ich alles tue. Manche zeigen mir regelmäßig den Vogel. Bestimmt zu recht. Aber es ist mein Leben. Ich arbeite gerne, und auch viel. Und bin auch immer für Freunde und Bekannte da. Aber ich erkenne auch mehr und mehr, dass ich etwas ändern muss. Diese Stressphasen hatte ich die letzten 20 Jahre regelmäßig. Fast andauernd. Ich merke, dass mir das alles nicht mehr so gut tut und ich viel mehr Ruhe und Zeit für mich selbst brauche und auch haben möchte. Ich kann so etwas leider nicht von heute auf morgen. Ich muss mich erst an den Gedanken gewöhnen und dann eine Entscheidung treffen. Obwohl sie in meinem Kopf schon konkrete Formen angenommen hat…und ich weiß, wie es weiter laufen soll.

Es ist Freitag und heute beginnt die Ausführung der Arbeiten, die in den letzten Tagen alles in den Schatten gestellt haben. Ich dekoriere mit einer Freundin ein Party-Silo. Ich bin voll in meinem Element. Das gibt mir neue Energie. Eine wunderschöne Aufgabe, die wir für einen guten Freund zum 50. Geburtstag wahnsinnig gerne übernommen haben. Und jetzt – nach der gigantischen Feier – kann ich auch sagen, das sich der Aufwand in jeder Hinsicht gelohnt hat. Ich würde es jederzeit wieder tun. Es war eine bombastische Party die bis in die Morgenstunden dauerte. Ich hatte einen fantastischen Abend mit Freunden. Tollen Gesprächen. Pommes Frites, Bratwurst, Salat. Torte und Schokolade. An diesem Abend habe ich alles kompensiert…Freude empfunden, Genuss erlebt und was total wichtig ist – neue Energie getankt. (Anmerkung der Redaktion: Ausnahmen werden während der Kur ausdrücklich nicht empfohlen. Mehr dazu in unserem Beitrag „Kleine Ausnahmen und Cheat Days“)

Heute ist Montag. Der große Stress ist nun vorbei. Ich bin ausgeschlafen und fahre in den Supermarkt meines Vertrauens. Plündere die Obst- und Gemüseabteilung. Leere das Fischregal, in welchem mein heiß geliebter Kabeljau ruht. Kaufe Skyr und sanguinumtaugliche Lebensmittel. Marschiere ohne Umweg an die Kasse. Verstaue alles im Kofferraum und düse nach Hause. Die Wellen haben mein Schiff wieder frei gespült und ich bin wieder auf Kurs. Mein nächstes Etappenziel. „Insel 95 kg“. Drückt mir die Daumen.

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Unsere Abnehmbloggerin: Ivonne, 41

Abnehmbloggerin Yvonne, welche bei Sonja Streit aus Badem in der Sanguinum Stoffwechselkur ist.Ivonne möchte wieder so viel wiegen, wie sie mit Anfang 20 gewogen hat. Um dieses Ziel zu erreichen, ist sie bei Heilpraktikerin Sonja Streit aus Badem in der Sanguinum Stoffwechselkur und berichtet hier von ihren Fortschritten.

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