Ivonne: Ich habe gesündigt

Volle Kraft voraus.

Die Göttin der Versuchung hielt mich gefangen…

Die Mannschaft unter Bord hat dem Kahn so eingeheizt, dass ich gar nicht so schnell das Ruder in die richtige Position drehen konnte. Und da ist es passiert – ich bin vom Kurs abgekommen und habe einen fast 2wöchigen Umweg über die Insel „Schlaraffia“ gemacht. Und da saß sie – PEITHO – die Göttin der Versuchung. In ihrem Schoß lagen die wundervollsten Leckereien – die mein Abstinenz-Gaumen schon schmeckte, als meine Augen diese Köstlichkeiten nur erblickten. Süßigkeiten wie Bonbons, Gummibärchen, Schokolade, Erdnuss-Flips, Kuchen um nur einiges zu nennen. Um sie herum standen körbeweise gesunde Sachen. Buntes Gemüse. Gelbe, rote, grüne Paprikas. Gurken, Radieschen, verschiedenste Salate… Leckeres Obst. Knallrote Erdbeeren. Die schönsten Heidelbeeren. Saftige Gold-Kiwis.

ICH HATTE DIE WAHL. Und entschied mich zum Frühstück für KÄSEKUCHEN. Das tat ich noch ohne große Reue und schlechtes Gewissen. Nur dieses eine mal – sagte ich mir. Es war toll, die Konsistenz von Käsekuchen mal wieder auf der Zunge zu spüren. Die Süße war intensiver wie bisher gekannt. Ich liebte es und war wie berauscht. Mein Gehirn hatte ein Glücksgefühl. Und wie allen bekannt sein sollte, hält ein Rausch nicht ewig an. Als Junkie – in meinem Fall ein Zucker-Junkie – braucht man schnell neuen Stoff. Und obwohl mein Vorhaben dahin ging, mittags meinen vorbereiteten Gemüse-Kräuterquark zu essen, lies ich diesen links liegen und schnappte mir ein Stück Rhabarberstreuselkuchen. Zu meinem Unglück schnitt das Messer auch noch so ein großes Stück vom Ganzen ab. Und mein Kopf sagte mir: „Iss es doch. Wäre doch schade drum.“ Wie unrecht er doch hatte!!! Genussvoll aß ich diese Leckerei. Schmeckte die herbe Frucht, die leichte Süße und die knusprigen Butterstreusel. Die Sucht war befriedigt und mein Verstand sagte mir wieder: „Jetzt ist es aber mehr wie genug!!! Schluß damit! Du hast es genossen und jetzt denke an dein Ziel und schlag nicht direkt wieder über die Stränge. Hör auf, bevor es wieder ausufert. Das waren meine Gedanken nach dieser Mittagsmahlzeit.

Meine Gedanken gegen Abend sahen so aus, das ich im Schoße von PEITHO 2 leckere Roggenbrötchen liegen sah. Gleich daneben dekoriert eine kleine feine Rügenwalder Teewurst. Mir lief das Wasser im Munde zusammen. Sie verführte mich, ohne das ich mich dagegen wehren konnte. Mein Kopf hatte direkt die Lösung parat. Nach dem Essen hast du noch Zeit und gehst deine 10km Runde walken. Das tat ich nach der „Völlerei“, beruhigte mein super schlechtes Gewissen und schlief mit dem Vorsatz ein, diese Insel vor dem nächsten Frühstück zu verlassen und mich wieder komplett sanguinumkonform zu ernähren.

Ich fühlte mich furchtbar

Die Insel verlassen habe ich nach 12 Tagen. Immer wieder bediente ich mich an den „verbotenen Früchten“. Nicht zu jeder Mahlzeit. Aber doch fast täglich für mindestens 1mal. Um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, lies ich dann die Abendmahlzeit hin und wieder komplett ausfallen – obwohl ich weiß, dass gerade das falsch ist. Ich war gefangen im eigenen Netz. Ich fühlte mich furchtbar. War schlapp und träge. Hasste mich für meine Schwäche. Hatte Kopfweh und wollte mich doch wieder so locker und leicht fühlen. Wollte mein Ziel erreichen und endlich meinen Körper an die Ernährungsumstellung gewöhnen. Und wollte auch Magen und Darm erneute Strapazen ersparen. Beide erholten sich seit Beginn der Kur hervorragend. Auch dank Unterstützung durch Frau Streit. Mein Wunsch nach einem leichteren, gesünderen Leben war letztendlich stärker als alle Versuchungen. Ich besiegte PEITHO, brachte nach einem fast 2wöchigen Aufenthalt mein Schiff wieder auf Kurs und steuerte mein 2. Etappenziel an. Die Boje mit dem „UHU“.

Heute an Tag 1 von Woche 13 hab ich es geschafft. Leute, an Tag 1 von Woche 13 :-(((. Erst… Gerade eben hab ich die Boje im Meer entdeckt und kann die 2. Etappe meiner Reise als erfolgreich passiert betrachten. Auch wenn ich es in meinen Augen nicht wirklich „verdient“ habe und dieses Wegeziel viel eher erreichen wollte. Ich habe für 4,6 Kilo Gewichtsverlust 6 Wochen Zeit gebraucht – kein gutes Ergebnis – ich wollte mehr. Dieser Kurztrip hat mir einfach schlechte Laune gemacht und muss nicht wiederholt werden!!! Stolz bin ich auf diesen Umweg nicht. Stolz bin ich darauf, es geschafft zu haben, wieder auf Kurs zu finden. Ich schaue nach vorn. Blicke nicht mehr zurück und habe mein Ziel wieder klar vor Augen. 85 kg.

Und damit das auch so bleibt, mache ich mir jetzt o. g. Gemüse-Kräuterquark.

Ivonnes Sanguinum Gemüse-Kräuterquark

Rezept für Gemüse-Kräuterquark

220g Magerquark/Skyr
270g Gemüse (Grüne Gurke, Paprika, Radieschen) in Miniwürfel schneiden – das dauert etwas…
viel Schnittlauch und auch Asia-Salat – steht bei mir im Hochbeet (sehr würzig aber nicht so vorherrschend wie Rucola)
Pfeffer, Salz, Chilli
und Wasser zum Glattrühren

Das Ganze wird dann verrührt. Wasser gebe ich soviel zu, bis meine gewünschte Konsistenz erreicht ist. Und am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Mega lecker und für mich eine wirklich alternative Mahlzeit. Ich denke immer, die Menge nicht zu schaffen. Die Portion ist einfach so riesig.

Zeit, den Kleiderschrank auszumisten

Und da für mich ja jetzt „Bergfest“ ist – die Hälfte meiner Abnehm-Reise liegt hinter mir – wird es auch Zeit, mal den Kleiderschrank auszumisten. Schauen was zu groß ist und gucken, was wieder passt. Meine Jeanshosen, die ich zu Beginn meiner Sanguinum-Stoffwechselkur getragen haben, werde ich jetzt ablegen. Die sitzen gar nicht mehr. Schlabbern um meinen Körper. Rutschen. Ich kann sie an- und ausziehen ohne Knopf und Reißverschluß zu öffnen. Das finde ich mega witzig und fühlt sich gut an. Hier im Schrank hängt noch eine graue Stoffhose. Getragen hab ich die das letzte mal vor etwa 4 Jahren. Da lag mein Gewicht bei 103 kg. Sie passt – aber sitzt auch schon lose. Jipieeeee.

Und da ist auch noch eine schwarze Stoffhose. Die hab ich mal im Sommerschlussverkauf für 4,99 € geschossen. War zwar viel zu klein, aber irgendwann wollte ich da mal rein passen. Gr. 44. Heute ist es so weit. Sitzt wie angegossen, nachdem dieses Kleidungsstück ein dristes Dasein auf dem Hosenbügel verbringen musste. Also Stoffhosen und eventuell auch Jeans brauche ich mir wohl vorerst keine neuen zu kaufen. Alles was ich seit Anfang meines 20. Lebensjahres nicht verschlissen und wegen Passformmangel ablegen musste, hab ich aufgeräumt. Über 20 Jahre!!! Kaum zu glauben, all die Jahre hab ich gehofft, da wieder rein zu passen. Ich bin auf dem Weg dahin.

Cool. Meine Lieblingshose Anfang 20. Eine gelb/grün karierte Jeans. Die hatte mir so gut gefallen, dass ich sie gleich doppelt erworben habe. Die soll wieder richtig gut sitzen. Und hier, hier ist mein heiß geliebter Latz-Jeansrock. Da war ich in der gleichen Altersklasse. Den hatte ich meistens an, wenn wir mit unseren Rennpappen – ich bin ein Kind aus dem Osten und wir lenkten Trabis – an den Badesee fuhren. Nannte sich „Blaue Adria“. Ich sehe mich heute noch am Ufer stehen, das Badehandtuch falten. Spüre den Wind, der um meine Beine weht und den losen sitzenden Latzrock, den die leichte Brise um meine Hüften tanzen lässt. Genauso soll es sich wieder anfühlen.

Sanguinum Bloggerin Ivonne im schicken Etuikleid

Und hier in der Kleiderabteilung meines Schrankes hängen jetzt mindestens 3 Etui-Kleider, die einfach zu GROSS sind. Schade drum. Ich trug sie so gerne. Aber hier ist auch noch eines, welches jetzt endlich passt. Gekauft habe ich es mir letztes Jahr im Juli. Es war viel zu klein und sollte Ansporn sein, abzunehmen. Ich wollte es zur Hochzeit meines Lieblingscousins tragen. Es saß wie eine Presswurst. Atmen – so gut wie unmöglich. Die Armlöcher viel zu eng. Aber es war so toll anzuschauen. Auf dem Bügel sah es aber definitiv besser aus wie an mir. Notgedrungenermaßen mußte ich damals ein anderes Kleid kaufen – welches auch passte.

Heute sitzt dieses dunkelblaue Etuikleid mit dem weich ßießenden Stoff und den vielen Steinchen am Halssausschnitt, als hätte man es mir auf den Laib geschneidert. Ich werde es jetzt am Wochenende das erste mal ausführen. Zum Dorffest und Klassentreffen in meinem Heimatdorf. Auch wenn es „overdressed“ ist. Egal. Zeit, der Welt und euch zu zeigen, das es passt und ich eine junge hübsche und attraktive Frau bin – so wie schon mein ganzes Leben – nur wesentlich leichter.

Für heute soll es das gewesen sein.

Bis demnächst
Eure Ivonne

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Unsere Abnehmbloggerin: Ivonne, 41

Abnehmbloggerin Yvonne, welche bei Sonja Streit aus Badem in der Sanguinum Stoffwechselkur ist.Ivonne möchte wieder so viel wiegen, wie sie mit Anfang 20 gewogen hat. Um dieses Ziel zu erreichen, ist sie bei Heilpraktikerin Sonja Streit aus Badem in der Sanguinum Stoffwechselkur und berichtet hier von ihren Fortschritten.

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