
Jetzt läuft mein Stoffwechsel wieder auf Hochtouren"
76 PFUND RUNTER mit homöopathischer Hilfe
Beate hatte den Traum von einer schlanken Figur fast schon aufgegeben. Erst mit Hilfe einer Heilpraktikerin fand sie doch noch die für sie passende Methode
Nichts hat bei mir funktioniert. Mit Diäten, bei denen andere schlank werden, habe ich sogar zugenommen." Beate Schuh aus Bad Rappenau bei Heilbronn wirkt jetzt noch verzweifelt, wenn sie an ihre zahl, losen Diätversuche denkt. Nimmt sie mühsam etwas Gewicht ab hat sie es schnell doppelt wieder drauf. Inzwischen weiß die 39-lährige, wo das Problem lag: „Ich aß über lange Zeit zu wenig:.
„Mein Problem: Ich aß über lange Zeit zu wenig" Ihr typischer Tagesplan: morgen., ein Butterbrot mit Marmelade mittags Fleisch mit Nudeln und Gemüse, abends zwei belegte Brote mit Rohkost, zwischendurch Obst, zwei Kekse, eine Handvoll Gummibärchen. Kaum zu glauben, dass die 1,72 Meter große Frau dabei noch zunimmt. 115 Kilo wiegt sie sogar zeitweise! Schon als Kind ist Beate Schuh zu dick. Sie wird ihre Kilos auch später nicht los, nach drei Schwangerschaften wiegt sie 98 Kilo.„. letzten Pfunde kamen dann im Laufe der letzten Jahre", sagt die Kosmetikerin und Fußpflegerin.
„Mit der Glyx-Diät verlor ich die ersten 20 Kilo" Mit der Glyx-Diät schafft sie e: dann, 20 Kilo abzunehmen. Be: dieser Diät isst sie vor allem Lebensmittel, die den Blutzucker Spiegel niedrig halten, also Gemüse, Obst und Vollkornprodukte „Doch irgendwann ging der Zeiger der Waage einfach nicht weiter runter:. Und durch da! Übergewicht leidet Beate unter Gelenkschmerzen und Atemnot. „Damals fühlte ich mich extrem unbeweglich", sagt sie. „Ich war total unglücklich."
Im Herbst 2008 ändert sich das. Beates Bekannte, die Heilpraktikerin Brigitte Kurz, erzählt ihr von einer neuen Methode. „Durch das ewige Hungern hast du deinen Stoffwechsel stark heruntergefahren", erklärt sie ihr. Mit der Sanguinum-Kur (www.sanguinum. com) könnte sie ihn wieder hoch- fahren. Beate lässt sich auf das Experiment ein — und wiegt nach drei Monaten nur noch 77 Kilo. Beates Speiseplan ist in dieser Zeit ziemlich mager (siehe Kasten unten). Doch alle drei Tage spritzt Brigitte Kurz ihrer Patientin ein homöopathisches Mittel, wiegt sie, checkt den Blutdruck und motiviert sie, durchzuhalten. Ein Termin kostet 30 Euro. „Die ersten 14 Tage fand ich recht hart, zumal ich wieder nur knapp 400 Gramm pro Woche verlor", ao Beate. Doch ein spezieller Tee und die Spritzen hielten meine Essgelüste in Schach."
„Homöopathie pusht die Motivation" Ihre Disziplin wird belohnt. Nach zwei Wochen klappt es mit dem Abnehmen schneller: Jede Woche ist ein Kilo weg. Die Spritze erhält sie jetzt nur noch einmal wöchentlich. Zusätzlich findet Beate wieder Spaß an der Bewegung. Gewalkt ist sie schon immer. Aber nun beginnt sie noch mit Aerobic und Gymnastik.
„Seit der Kur bin ich schlanker und habe viel mehr Energie" „Ich bin seit der Kur viel agiler, brauche weniger Schlaf, habe eine schönere Haut und bessere Verdauung", schwärmt Beate. Inzwischen isst sie wieder mehr — vor allem frisches Obst und Gemüse, mageres Fleisch und Quark. Nur bei Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln hält sie sich etwas zurück. „über Weihnachten habe ich einfach gegessen, worauf ich Lust hatte. Nach den Feiertagen wog ich drei Pfund mehr. Aber die waren nach zwei Wochen mit meinem erweiterten Sanguinum-Plan wieder verschwunden. Ich bin so glücklich, dass ich doch noch meinen Weg zur Wunschfigur gefunden habe."
Was halten Sie von diesem Speiseplan? Dr. Prang: Beate Schuh hat enorm abgenommen und fühlt sich wohl. Das ist super, Die Diät besteht aus einer fettarmen, vollwertigen Kost und ist ausgewogen. Das ist auf jeden Tall empfehlenswert.
Ist es denn möglich, den Plan auch ohne die Spritzen durchzuziehen? Durchaus. Mein dringender Rat ist jedoch, nicht völlig auf Fette und Kohlenhydrate verzichten. Die sind lebenswichtig.
Kann man mit Homöopathie abnehmen? Nein. In erster Linie muss man seine Ernährung ändern und sich mehr bewege. Homöopathie wirkt lediglich unterstützend. Die Mittel sind sehr stark verdünnte Pflanzenextrakte. Oft ist gar kein Wirkstoff mehr nachzuweisen.
Haben sie dann überhaupt eine Wirkung? Durchaus. Aber man weiß nicht, warum. Es könnte zum Beispiel ein Placebo-Effekt sein. Das bedeutet in diesem Fall: Die Spritze pusht die Motivation, den Diätplan einzuhalten — und nicht den Stoffwechsel.
Besteht bei dieser Kur überhaupt kein Risiko? Doch. Die Inhaltsstoffe des Tees wirken bei manchen sehr stark entwässernd. Dadurch verliert der Körper viele wichtige Mineralstoffe. Und selbst auf die Spritzen reagieren manche Menschen allergisch.