23 Kilo weg durch Homöopathie

Als Andrea Kröber (jetzt 27) von zu Hause auszog, begann das Drama: Sie nahm kontinuierlich zu. Bei 85 Kilo reichte es ihr - und sie entschloss sich zu einer ungewöhnlichen Kur: „Super! 23 Kilo weg durch Homöopathie!"

Hübsch, blond und sympathisch: Andrea Kröber (27) ist nicht die Frau, bei der man Gewichtsprobleme vermuten würde. Das sah vor drei Jahren allerdings noch ganz anders aus: Andrea wog stolze 85 Kilo bei 1,68 Meter Größe.

Als ich mit 18 Jahren von zu Hause auszog, nahm ich zu, berichtet Andrea.„Mir fehlten die regelmäßigen Mahlzeiten, die meine Mutter immer für mich gekocht hau Stattdessen aß ich alles, was schnell ging: Schokolade und Fast Food.

Wohl gefühlt hat sich die Physiotherapeutin in dieser Zeit nicht. „Bei meinem Beruf ist Körpereinsatz gefragt, das ist mit Übergewicht schwierig, Auch ihre Seele litt: „Ich fühlte mich einsam und unattraktiv, Wie viele andere Frauen in dieser Situation versuchte Andrea alles, um ihre Pfunde loszuwerden. „Ich habe es mit Eiweiß-Shakes und FdH probiert, aber nichts half auf Dauer, Als sie wegen eines Rückenproblems bei einem Heilpraktiker in Behandlung war, fragte er sie vorsichtig, ob sie zufrieden wäre mit ihrem Gewicht.

„Das soll wohl ein Witz sein, gab sie zur Antwort. Doch der Heilpraktiker bot ihr ein homöopathisches Stoffwechselprogramm an.„Es sollte beim Abnehmen helfen und mich gleichzeitig entgiften', sagt Andrea.

Acht Wochen sollte die Kur dauern. Andrea wurde dreimal die Woche in die Praxis für Naturheilkunde Ramm nach Mülheim-Kärlich bestellt, wo man ihr eine homöopathische Spritze gab, sie wog und betreute. Gleichzeitig wurde sie angehalten, einen speziell aus der Apotheke gemischten Entschlackungstee zu trinken und einen strengen Ernährungsplan einzuhalten. „In diesen acht Wochen durfte ich täglich nur 200 Gramm Obst, 200 Gramm Gemüse oder Salat und 200 Gramm Eiweiß in Form von Fisch, Ei, Quark, Tofu, Hähnchen oder Pute essen. Das klingt nach sehr wenig, aber seltsamerweise hatte ich durch die homöopathischen Spritzen auch keinen Hunger. Außerdem durfte ich zwischendurch noch Rohkost knabbern.

Gut gelaunt und voller Energie machte Andrea die Kur mit, die allerdings nicht ganz billig war. Rund 100 Euro kosteten die Betreuung und die Spritzen pro Woche. „Doch meine Eltern haben mich unterstützt. Sie haben mir nicht nur die Kur bezahlt, sondern Mutti hat auch jeden Abend für mich gekocht. Es war schon toll, abends nach Hause zu kommen und nicht mehr kochen zu müssen. Ohne meine Eltern hätte ich das alles niemals geschafft.

Etwa 23 Kilo hat Andrea in diesen acht Wochen abgenommen. In der zehnten Woche konnte sie ihre Tagesration erhöhen und wieder Kohlenhydrate zu sich nehmen. Wieder eine Woche später durften es auch wieder ,normale' Mahlzeiten sein. „Aber mein Magen war inzwischen so klein geworden, dass mir euch kleine Portionen reichten, Statt zu essen, ging Andrea lieber Shoppen: „Ich hatte vorher Kleidergröße 44, jetzt ist es 36 oder 38, erzählt sie stolz. Ihr Gewicht hat Andrea seitdem tatsächlich problemlos halten können. „Manchmal wiege ich 62, manchmal 65 Kilo, aber dazwischen hat es sich eingependelt, Einsam fühlt sich Andrea seit ihrer Kur auch nicht mehr. „Ich habe in dieser Zeit Jemanden kennengelernt und auch diese Beziehung hält.