Spiegel-Artikel über Industrienahrung
Heute empfehlen wir jedem, der isst (!), einen Artikel aus dem Magazin „Spiegel“. Klicken Sie hier für den Originalartikel mit Bildern als pdf zum Drucken bzw. zum bequemeren Lesen im Internet hier für das Textformat.
Es ist nicht Panikmache, sondern eine erschreckende Tatsache, dass in immer kürzeren Zeitabständen die Nahrung immer effizienter und damit kostengünstiger produziert wird. Dies erfolgt oft durch Ersatz von natürlichen Bestandteilen durch Ersatz-, Farb- und Aromastoffe. Gleichzeitig wird dies mit der Werbung, Packungsaussagen („light“, „fettfrei“, „gesund“, „jetzt noch besser“) und Hinzufügung von „gesunden“ Zusatzstoffen („functional food“) verschleiert und suggeriert, dass die Nahrungsmittel nicht nur besser schmecken, sondern immer gesünder werden. Doch das Gegenteil ist meistens der Fall.
Auch wenn diese zunehmende Menge an Ersatz- und Zusatzstoffen heute als unbedenklich eingestuft werden, gibt es immer mehr Hinweise, dass deren Ansammlung in unserem Körper langfristig zu Vergiftungen und zu der damit wachsenden Zahl an Erkrankungen wie z.B. metabolischem Syndrom, Allergien, Alzheimer etc. führt. Dort setzt dann nach der Nahrungsmittelindustrie der nächste Industriezweig an, der an kranken Menschen verdient: die Pharmaindustrie, die wiederum an Medikamenten forscht, welche die durch die Ernährung verursachten Krankheiten dann mit chemischen Mitteln bekämpfen will.
Bevor Sie sich als Opfer fühlen, das zwischen den Industriegiganten sitzt, die auch Entscheidungen in der Gesetzgebung maßgeblich beeinflussen, möchten wir Ihnen sagen, dass Sie gar nicht erst in diese Falle geraten müssen. Als Konsument entscheiden Sie, was Sie kaufen und damit was produziert wird. Das immer ungesunder werdende Angebot ist die Antwort auf drei Bedürfnisse der Konsumenten:
- „Billiger“ (nicht “günstiger”, sondern mindere Qualität wird bei niedrigerem Preis in Kauf genommen),
- „Einfacher“ (nur auf den Mikrowellenknopf drücken, auch wenn die gesamte Verantwortung einer gesunden Zubereitung an die Industrie abgegeben wird – die jedoch nicht Ihre Gesundheit, sondern Profitmaximierung als Ziel hat),
- „Lecker“ (auch wenn es zu süß, zu salzig, zu fettig, künstlich und nach Glutamat schmeckt – was man nach der Sanguinum-Kur mit trainierten Geschmacksnerven auf einmal feststellt – sodass Ihnen z.B. künstliches Erdbeeraroma besser (weil intensiver) schmeckt als Erdbeeren).
Um haufenweise Informationen zu diesen Themen zusammen zu fassen, hier einige Hinweise für Sie. Denn mit Ihrer Kaufentscheidung beeinflussen Sie, was produziert und angeboten wird. Fordern Sie z.B. die Nahrungsmittel-Ampel auf den Nahrungsmittelpackungen, damit Sie genügend Aufklärung zur Entscheidung haben. Kaufen Sie wie folgt:
- Meiden Sie Fertigprodukte, Lightprodukte, Weißmehl, Zucker (in sämtlicher Form und Umschreibung, da es viele Namen für Industriezucker gibt) und weitere industriell verarbeitete Produkte. Das gilt auch für Nahrungsmittel, die - wie im Spiegel-Artikel genannt – Ihnen unbekannte oder unaussprechliche Inhaltsstoffe, mehr als fünf Zutaten enthalten oder Produkte, die behaupten, gesund zu sein. Das bedeutet, von mehrmals täglichem Verzehr dieser Nahrungsmittel auf höchstens 1-2x die Woche zu wechseln.
- Essen Sie möglichst unverarbeitet, möglichst unbehandelt und möglichst „Bio“. Also Nahrungsmittel, wie es sie vor der Entstehung der Industrienahrung gab. Das ist die Ernährung, die unser Körper braucht. „Bio“ ist nicht mehr nur für „Müslifreaks“ und „Ökos“, sondern inzwischen absolut notwendig, da die Qualität der übrigen Nahrung sich rapide verschlechtert (weniger natürliche Vitalstoffe und mehr Chemie). Kurz: Essen Sie nur, was direkt aus der Erde oder vom Baum kommt, auf der Erde läuft oder im Wasser schwimmt.
- Halten Sie sich an die Empfehlungen aus dem Sanguinum-Kur-Patientenbuch aus dem Kapitel „Wie ernähre ich mich nach der Gewichtsreduktion“
- Weiterhin gilt natürlich: Rauchen Sie nicht, trinken Sie Alkohol nur in Maßen und bewegen Sie sich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde bis Stunde. Also nach der Mittagspause ein Spaziergang anstelle des Kuchens, mit dem Fahrrad zur Arbeit, ein gemeinsamer Familienspaziergang am Abend anstelle stundenlang Fernsehen/Computer, Chips und Bier. 3-5 Stunden in der Woche sollten Sie richtig ins Schwitzen kommen.
So können Sie die die Entstehung der meisten Krankheiten verhindern und werden mit der Energie und dem strahlenden Aussehen belohnt, welches man von der Zeit in der Sanguinum-Kur kennt. Denn in der Zeit is(s)t man frei von den belastenden und krankmachenden Nahrungsmitteln.
Wenn Sie mehr zu dem Thema aus dem Spiegel-Artikel lesen möchten, empfehlen wir die Bücher von:
- Ex-Spiegel Author Hans-Ulrich Grimm („Die Suppe lügt“, „Die Ernährungslüge“,
„Aus Teufels Topf“)
- Eric Schlosser („Fast Food Gesellschaft“)
- Michael Pollan (”Lebens-Mittel: Eine Verteidigung gegen die industrielle Nahrung und den
Diätenwahn“ und den Film „Killer at large“)
- Morgan Spurlock (z.B. Film “Supersize me“)
- Karl Weber („Food inc“, Buch und gleichnahmiger Film z. Zt. leider nur auf
Englisch erhältlich)
In unserem Diskussionsforum unter dem Punkt “Heiße Diskussionen über verschiedene Themen” -> “Spiegel Artikel über Industrienahrung” können Sie dazu Ihre Meinung, Fragen, Anregungen, Feedback etc. mit anderen Interessierten teilen.