Broschüre über Brustkrebs und allgemeine Empfehlungen zur Ernährung bei Tumorerkrankungen

Brustkrebs Gewichtsreduzierung Abnehmen

Zum Thema Brustkrebs ist eine Broschüre vom Forum Orthomolekulare Medizin, der Deutschen Gesellschaft für präventive Medizin, Sanguinum und weiteren Partnern erschienen.

Sie können diese hier herunterladen. Da das Thema Ernährung bei Tumorerkrankungen den Rahmen der Broschüre sprengen würde, haben wir ihm diese Internetseite gewidmet. Empfehlen Sie diese Seite www.ernaehrung-bei-krebs.com gerne an Ihre Freunde und Bekannte weiter, denn bei diesem Thema ist noch viel Aufklärung notwendig – bei Patienten und Therapeuten. Die Wissenschaft hat hier sehr viel entdeckt, was sich noch lange nicht herumgesprochen hat. Gerade die Ernährung, die Alternativmedizin und auch die Bedeutung der Vitalstoffe (die therapeutische Anwendung wird als Orthomolekularmedizin bezeichnet) sind sehr bedeutende Teile einer erfolgreichen Therapiebegleitung bei Krebserkrankungen, wie auch die Broschüre zeigt.

Neben den Richtlinien zur Lebensstilmedizin in der Prävention und Behandlung von Krebs (hier klicken zum Herunterladen) hat Dr. med. Udo Böhm vom Forum Orthomolekulare Medizin und der Deutschen Gesellschaft für präventive Medizin, ebenfalls Ernährungsrichtlinien für Patienten mit Tumoren erstellt. Vor einer Ernährungsumstellung sind diese Richtlinien mit den behandelnden Onkologen/Therapeuten abzustimmen und dem Einzelfall anzupassen.

Ernährung bei Tumorerkrankungen

Als günstig hat sich in allen Untersuchungen die sogenannte "traditionelle mediterrane Kost" erwiesen, bei der alle Nahrungsmittel möglichst naturbelassen bleiben, wodurch ein optimaler Nährstoffgehalt gewährleistet ist. Dabei soll die Hälfte der täglichen Nahrungsaufnahme aus pflanzlichen Produkten bestehen, wovon wiederum die Hälfte in Form von Rohkost verzehrt werden kann (Obst, Gemüse). Dazu kommen Vollkornprodukte und Milchprodukte.

    1. Essen Sie regelmäßig und gesund; nehmen Sie 3-5 Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich.
    2. Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 1,5-2 l pro Tag).
    3. Essen Sie langsam, kauen Sie gut.
    4. Achten Sie auf ausreichende Kalorienzufuhr, aber vermeiden Sie streng jegliche Überernährung (Untergewichtige sollen zunehmen, Übergewichtige sollen gesund abnehmen).
    5. Die Speisen sollen schonend zubereitet werden, damit möglichst alle Nahrungswirkstoffe erhalten bleiben.
    6. Reduzieren Sie den Anteil an tierischen Fetten in der Nahrung und achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung.
    7. Die Eiweißzufuhr soll überwiegend auf pflanzlicher Basis und mit Milchprodukten erfolgen; Fleisch sollten Sie nur in geringen Mengen zu sich nehmen

Folgend sind Nahrungsmittel nach Gruppen aufgeteilt. Die "erlaubten" erweisen sich als günstig in der Behandlung, andere hingegen sollten Sie meiden, bzw. reduzieren.

Obst
Erlaubt:
Frisches Obst (sehr wichtig, vor allem Zitrusfrüchte für z.B. Vitamin C). Besonders gut sind Grapefruit, Orangen, Zitronen; außerdem Himbeeren, Birnen, Johannisbeeren, Melonen, Brombeeren, Rhabarber, Hagebutten. Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Datteln.
Bitte meiden:
Unreifes und überreifes Obst, säurereiches Obst.

Gemüse, Salat und Säfte
Wichtig ist die schonende Zubereitung zum Erhalt der Wirkstoffe (leichtes Angaren). Gemüse gut putzen, äußere Blätter und Stiele großzügig entfernen.
Erlaubt:
Allgemein viel Salat und Gemüse als Hauptbestandteil essen. Salat statt mit Fertigdressing mit saurem Rahm oder Naturjoghurt zubereiten.
Günstig ist auch Rohgemüse, karotinhaltige Gemüse wie junge Karotten und Rote Beete (für Vitamin A), evtl. auch davon täglich 1/4 l als Saft.
Weiterhin rohes Sauerkraut, Spinat, Meerrettich, Tomaten, Porree, Radieschen, Endivien- und Feldsalat, Brennnessel- und Löwenzahnsalat, Chicoree. Evtl. junge Erbsen und Bohnen.
Täglich 10 Esslöffel frischer Gemüsesaft sind sehr zu empfehlen (z.B. Brennnessel, Löwenzahn u.a.).
Bitte meiden:
Blähende Gemüsesorten

Eiweißprodukte - Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte
Erlaubt:
Fleisch in Maßen: Mageres qualitativ hochwertiges Rind- und Hammelfleisch; Huhn, Taube, Wildbret; See- und Flussfische gekocht und gedünstet.
1/2 l Dick-oder Buttermilch (steigert die Zellatmung), Quark und Naturjoghurt (Eiweiß), 1/2 l Molke, weicher Schafskäse
Bitte meiden:
Alles Geräucherte und Gepökelte,
Schweine-, Gänse- und Entenfleisch, Hirn, Schinken, alle fetten Fleisch- und Wurstwaren von Masttieren; Speck, Räucherfisch und konservierte Fische;
Schlagsahne.

(Konzentrierte) Kohlenhydrate
Erlaubt:
Grober Gries, Maisgries, Haferflocken, Graupensago, Vollkornreis (nicht poliert), Vollsojamehl (für Vitamin E).
Dunkle Vollkornmehle, grobgeschrotetes Schwarz-,Vollkorn-,Weizenkeim-, Sauerteig- und Steinmetzbrot, Knäckebrot. All diese enthalten mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe.
Bierhefe und Weizenkeime zur Zufuhr bestimmter Wirkstoffe (z.B. Vitamin E).
Bitte meiden:
Alles Angeschimmelte.
Helles, frisches Brot (frisches Brot bläht) und helle Mehle (z.B. frische Semmeln), Mehlspeisen (z.B. Kuchen und Pudding), polierter Reis, Backpulver.
Bratkartoffeln und Kartoffelsalat,
Linsen, Erbsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte, wenn sie stark blähen.

Genussmittel und Süßes
Erlaubt:
Reiner Bienenhonig und Fruchtzucker in geringen Mengen.
Bitte meiden:
Nikotin, Speiseeis, Zuckerwaren, raffinierter Zucker, Schokolade, Torten, Kekse, Limonaden, Sahne, Kakao, Konfekt.

Fette
Erlaubt:
Kaltgepresste Pflanzenöle (enthalten essentielle Fettsäuren und Vitamin E): z.B. Olivenöl, Rapsöl, Leinöl, Keimöl, frische Butter
Bitte meiden:
Außer den guten Ölen weitere Fette allgemein (vor allem tierische und gehärtete pflanzliche Fette).

Würzen
Erlaubt:
Paprika, Kümmel, Knoblauch, Petersilie, Zwiebel, Majoran, Wacholder, Anis, Lorbeerblätter, Muskatnuss, Vanille, Estragon, Thymian, Zitronensaft, Molkenessig.
Bitte meiden:
Suppenwürze, Suppen- und Soßenpulver, Salz, Ketchup, Mayonnaise und fertige Grill- und Salatsoßen, scharfe Gewürze, z.B. (Cayenne-)Pfeffer

Getränke
Erlaubt:
Naturreiner Apfel-, Orangen-, Grapefruitsaft (frisch gepresst, ohne Zuckerzusatz)
Mineralwasser, Buttermilch, leichte trockene Weine (bis zu 1 Glas Rotwein am Tag), Malzkaffee, Hagebutten- und Orangenschalentee; Brennessel-, Kamillen-, Pfefferminz- und Johanniskrauttee.
Bitte meiden:
Liköre, Schnäpse, Weinbrand, Bier, süße Weine.
Starker Bohnenkaffee und starker Tee.

Abschließend möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass eine ausreichende Mikronährstoffzufuhr in der Nahrung wichtig ist, besonders betreffend die Vitamine A, C und E, die sog. "Radikalfänger" oder "Antioxidantien". Diese sind besonders in den folgenden Nahrungsmitteln enthalten:

Vitamin A : z.B. in Leber, Lebertran, Milchprodukten, Eigelb;
Provitamin A: z.B. in Möhren, Roten Beeten, Paprika, Tomaten, Aprikosen, Feldsalat;
Vitamin C: z.B. in frischem Obst und Gemüse (Zitrusfrüchte, Hagebutten, Sanddorn, Paprika, Kartoffeln);
Vitamin E: z.B. in Weizenkeimen, Vollkornprodukten, Eiern, Pflanzenölen, Naturreis, Gemüse.

Um die, wie durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse nachgewiesen wurde, bei Tumorerkrankungen und deren belastenden Therapien erforderlichen hohen Dosen der genannten Wirkstoffe erzielen zu können, ist es häufig notwendig, diese dem Organismus in Form von Ergänzungspräparaten zuzuführen. Fragen Sie dazu Ihren Therapeuten bzw. kontaktieren Sie einen Therapeuten aus der Liste auf www.f-o-m.de.

Übrigens: Bei streng vegetarischer Kost und den verschiedenen Spezial-Diäten kann es zu bedenklichen Mangelerscheinungen kommen, weshalb wir hiervon dringend abraten.